• nadineweiland

Morgenrituale: Positiv in den Tag starten!

Jeder Mensch hat täglich zwischen 60.000 und 70.000 Gedanken. Eine ganze Menge oder? Noch viel interessanter finde ich, dass 98 % dieser Gedanken immer wieder die gleichen sind. Und nur 2 % der Gedanken neue Gedanken sind.


Da unsere Gedanken unser Verhalten und unser Handeln bestimmen, und sich das direkt auf unsere Gefühlswelt auswirkt, würde das ja bedeuten, dass sich tatsächlich nichts ändert. Das bedeutet auch, dass wenn wir uns, aus welchem Grund auch immer, nicht gut fühlen und das ändern wollen, müssen wir unsere Gedanken verändern, da sich sonst nichts verändert.

Unsere Gedanken zu verändern ist gar nicht so einfach und erfordert ein regelmäßiges Training. Unsere Gedanken basieren oft auf Glaubenssätzen, die fest in unserem Unterbewusstsein verankert sind. Wie wir Glaubenssätze erkennen können und umdeuten können, könnt ihr in diesem Blog Beitrag lesen.



Doch was können wir nun tun, um unsere Gedanken und somit unser Verhalten und unsere Gefühle zu verändern?

Ich denke, es ist wichtig, dass wir erst einmal betrachten, wie wir überhaupt in den Tag starten. Und wenn es dir so geht wie den meisten Menschen, dann machst du morgens immer das Gleiche. Dein Wecker klingelt, du fühlst dich wie gerädert und drückst auf den Schlummerknopf. Vielleicht machst du das sogar 2,3 oder 4 Mal, weil du eigentlich gar nicht aufstehen möchtest. Deine Gedanken haben dich jetzt schon fest im Griff. Eventuell hast du gar keine Lust aufzustehen, weil dein Chef dich täglich nervt, deine Kollegin immer so laut redet und der Weg zur Arbeit einfach nur anstrengend ist.


Der Ton für deinen Tag und somit für deine Gedanken, dein Verhalten und deine Gefühle ist zu diesem Zeitpunkt bereits gesetzt.


Und im Anschluss tust du das, was du jeden Morgen tust. Du stehst auf, du gehst zur Kaffeemaschine, du setzt dich aufs Sofa und schnapst dir dein Handy. Du scrollst durch Facebook, schaust dir die Nachrichten an und fütterst dein Gehirn mit allen Dingen, die von außen auf dich einwirken. Du siehst Posts von den erfolgreichen und glücklichen Leben der anderen, in den Nachrichten wird von Krieg und Überfällen berichtet. Und dann ist da noch der Post der immer lauten Kollegin, die gestern Abend schon wieder 10 km gejoggt ist. Das hattest du dir eigentlich für gestern auch vorgenommen, aber es war einfach viel zu warm und zu essen war auch nichts im Haus. Naja, vielleicht klappt es ja heute. Jetzt warst du auch noch viel zu lange an deinem Smartphone und da du dir heute Morgen die Haare waschen musst, bist du schon jetzt viel zu spät dran.


Kommt dir das bekannt vor? Vielleicht auch nur so in der Art? Was glaubst du, wie sich ein solcher Morgen auf deine Gefühle auswirkt? Genau! Du fühlst dich nicht gut genug, nicht schlank genug, nicht schön genug, die negativen Nachrichten haben dich deprimiert, die Welt ist einfach schlecht und außerdem bist du immer spät dran. Sounds like fun!

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, deinen Tag einfach mal ganz anders zu starten? Positiv zu starten? Mit einem Morgenritual zu starten?



Morgenrituale sind eine wunderbare Möglichkeit, um positiv in den Tag zu starten und somit auch deine Gedanken ins Positive umzuwandeln. Und wie wir jetzt wissen, wirkt sich das auch auf unser Verhalten und unsere Gefühle aus. Ich möchte dir an dieser Stelle einmal ein paar Morgenrituale vorstellen. Sicherlich spricht dich nicht jedes Morgenritual an und vielleicht findest du auch nicht jedes Morgenritual gut. Ganz sicher musst du verschiedene Morgenrituale ausprobieren, um eines zu finden, das gut zu dir passt. Außerdem spricht auch nichts dagegen, mehrere Morgenrituale zu haben oder ein Ritual nach einiger Zeit durch ein anderes auszutauschen.

Morgenrituale für einen positiven Start in den Tag


Morgenritual 1: Dankbarkeit

Dankbarkeit ist wunderbar, um positiv in den Tag zu starten. Nimm dir etwas zu schreiben und schreibe dir jeden Morgen mindestens drei Dinge auf, für die du dankbar bist. Das kann alles Mögliche sein und können sowohl Dinge aus der Vergangenheit sein, aus der Gegenwart oder auch der Zukunft. Wenn du einmal anfängst, darüber nachzudenken, für was du dankbar bist, wird sich dein Blatt relativ schnell füllen. Im Anschluss beobachtest du einfach mal, welches Gefühl sich dadurch bei dir einstellt. Behalte dieses Gefühl, so lange kannst, bei dir.

Morgenritual 2: Meditation

Auch eine Meditation eignet sich hervorragend als Morgenritual. Direkt nach dem Aufwachen zu meditieren hat den Vorteil, dass wir schneller entspannen und abtauchen können und sich unsere Gehirnwellen noch nicht im Beta Zustand befinden. Das bedeutet, dass wir einen direkteren Zugriff auf unser Unterbewusstsein und unser Nervensystem haben, um diese positiv zu beeinflussen. Du kannst stille Meditationen oder geführte Meditationen durchführen. Ob Dankbarkeitsmeditation, Meditation gegen Stress oder auch eine Meditation zu Erhöhung des Körperbewusstseins. Suche dir auch hier, das, was dir gefällt und variiere jederzeit.


Morgenritual 3: Journaling

Fange einfach an zu schreiben.

  • Schreibe dir auf, worauf du dich heute freust.

  • Schreibe dir auf, was heute alles positiv laufen wird.

  • Schreibe dir auf, wen du heute anrufen möchtest.

  • Schreibe dir auf, wie du dich heute verhalten möchtest.

  • Schreibe dir mindestens drei positive Affirmationen für den Tag auf. Was ist dein heutiges positives Mantra?


Morgenritual 4: Bewegung

Raus aus dem Kopf und rein in den Körper! Für viele ist das der richtige Start in den Tag. Bevor deine Gedanken überhaupt die Möglichkeit haben loszulegen, bewege deinen Körper. Ob du laufen gehst, Yoga praktizierst oder eine andere Form der Bewegung wählst, die dir Spaß macht, spielt keine große Rolle.

Morgenritual 5: Lesen

Lies am Morgen ein inspirierendes Buch.

Ich persönlich liebe es, am Morgen zu lesen. Das schöne ist, dass du dir hier deine gewohnte Tasse Kaffee ins Bett holen kannst. Suche dir bewusst ein Buch aus und nimm dir 15 bis 30 Minuten Zeit zu lesen. Dabei ist es natürlich wichtig, dass du nur positive Sachen liest. Also keine Nachrichten auf deinem Handy lesen ;-)!

Und das allerwichtigste dabei ist natürlich, dass das Handy aus bleibt und wegbleibt. Starte positiv in den Tag und habe Spaß dabei. Dass Gedanken uns krank machen können, wissen wir bereits. Also warum sollten wir nicht gleich positiv denken?


26 Ansichten