• nadineweiland

Was Erfolg ausmacht

Aktualisiert: Juli 8

Viele Jahre glaubte ich, dass mein Erfolg darauf beruht, wie gestresst ich war. Leistung war für mich gleichgesetzt mit Überbelastung und ich fühlte mich ständig wie in einem Hamsterrad. Mein Nervensystem war völlig überbelastet und meine Stresshormone am obersten Limit. Chronische körperliche Schmerzen, Schlaflosigkeit und Burn-out Symptome waren für mich normale Alltagsbegleiter. Ich hatte aufgehört auf mich zu hören und in mich zu hören und war mit meiner Aufmerksamkeit immer nur bei den äußeren Umständen. Höher, schneller, weiter.


Auf der Suche nach Lösungen für meine Schlaflosigkeit und meine körperlichen Schmerzen stieß ich immer wieder auf die Stille. Egal welchen Arzt oder Heilpraktiker ich besuchte, alle empfahlen Yoga, autogenes Training und andere Entspannungstechniken. Yoga praktizierte ich schon lange aber eigentlich nur körperlich. Was jedoch alle Entspannungsmethoden gemeinsam haben, ist die Stille.


Ich habe viele Entspannungstechniken ausprobiert. Für mich als Yogalehrerin lag es jedoch nahe, mich intensiver mit dem Thema der Meditation zu beschäftigen. Nicht, dass ich vorher nicht meditiert hätte. Ich habe meine Meditationen aber weder bewusst erlebt noch gespürt. Und so fing ich an, häufiger zu meditieren. Erst zwei bis dreimal die Woche und später dann täglich. Manchmal nur 5 Minuten manchmal 30 Minuten. Und je stiller es wurde, desto besser konnte ich mich hören. Ich begann die Stille zu lieben und regelrecht in ihr aufzugehen. Irgendwie wurde mein Verlangen nach Stille täglich größer. Also habe ich angefangen auch alles was „um mich herum“ laut war, zu verändern. Manche Dinge habe ich einfach nicht mehr an mich herangelassen und von manchen Dingen habe ich mich bewusst getrennt. Meinem Job, Bekannte und sogar Freunde und andere Beziehung, die ich als stressig empfunden habe.

Und plötzlich änderte sich ganz viel. Nach und nach ging es mir körperlich viel besser, ich konnte besser schlafen und war insgesamt ausgeglichener und glücklicher.

Wenn wir in die Stille gehen, kommt das Leben in den Fluss.

Durch regelmäßige Stille Übungen, wie zum Beispiel Meditation, senken sich die Stresshormone im Körper und wir können uns wieder spüren und vor allem hören. Wir nehmen unsere Wünsche wieder bewusster wahr und spüren genau was uns guttut und was nicht. Was uns unterstützt und was uns blockiert. Und wenn wir all das wieder wahrnehmen, kommt das Leben in den Fluss. Doch außer Meditation gibt es natürlich noch andere Möglichkeiten, Stille in unseren Alltag zu bringen.

Wie man Stille übt

  1. Bringe Achtsamkeit in deinen Alltag Bringe Momente der Achtsamkeit in deinen Alltag, in dem du immer wieder innehältst und deine Augen schließt. Konzentriere dich einfach nur auf deine Atmung und auf den Moment. Eine Minute reicht schon. Wiederhole das so oft am Tag, wie es dir in den Sinn kommt.

  2. Beginne täglich zu meditieren Du weißt, ich bin ein Fan von Meditation. Für mich ist Meditation einfach das kraftvollste Mittel, um in meine Mitte zu kommen. Genau wie das Zähneputzen gehört es zu meinem Alltag dazu. Ich nenne es immer das Zähneputzen für mein Gehirn. Starte mit 5 Minuten am Tag und steigere dich dann auf 10 Minuten, vielleicht auch 20 Minuten. Es spielt keine Rolle, welche Art der Meditation du nutzt. Finde Meditationen, die dich ansprechen und die sich für dich gut anfühlen.

  3. Tue einfach mal nichts Warum müssen wir eigentlich immer irgendetwas tun? Wenn wir kein Fernsehen gucken, dann spielen wir auf unserem Handy herum. Und wenn wir das nicht tun, putzen wir die Wohnung, gehen einkaufen, waschen Wäsche oder kochen. Aber einfach mal nur da zu sitzen und nichts zu tun kann unfassbar erfüllend sein. Vielleicht setzt du dich einfach mal auf deinen Balkon oder in deinen Garten und schaust einfach nur einen Baum an. Probier’s mal aus 😉.

Ich bin heute viel erfolgreicher als noch vor ein paar Jahren. Erfolg bedeutet für mich, dass ich mich hören und fühlen kann. Dass ich weiß, was ich möchte und was ich nicht möchte. Dass ich unterscheiden kann, wer oder was mir guttut und was nicht. Und vor allem, dass ich heute den Mut habe, alles aus meinem Leben auszusortieren, was meinen Bedürfnissen widerspricht und meinen Frieden stört.


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